Gemeinsam mit der Schwäbischen Sternwarte e. V. und der Gesellschaft zur Förderung des Planetariums Stuttgart und der Sternwarte Welzheim e. V.
Ort: Keplersaal im Planetarium Eintritt: 5 €
Mitglieder der genannten Vereine haben freien Eintritt.
Astronomie in China - Drachen, Instrumente, Sternwarten
Fr, 23.10.2026, 19:30 im Keplersaal
Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt emeritierte Professorin für Geschichte der Naturwissenschaften und Technik, Astronomin und Autorin
Im alten China wurde seit der Han Dynastie (2. Jahrhundert v.Chr.) die Astronomie stark gefördert. Ein Highlight ist die große Uhr des Su Song (1090). Im Observatorium Dengfeng (1279) wurde der Jahreslauf der Sonne beobachtet. Die Sternwarte in Peking (1442) ist mit eindrucksvollen Instrumenten ausgestattet. Die Erstellung und Überwachung des chinesischen Kalenders war eine höchste kaiserliche Aufgabe - im 17. Jahrhundert unter Mitwirkung von Jesuitenastronomen.
Freitag, 27.11.2026, 19:30
Am Abend vor dem Urknall
Prof Dr. Wolfgang J. Duschl Universitäts-Professor i.R. für Astrophysik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Wir wissen seit gut einem Jahrhundert, dass sich in unserem Weltall die Abstände kontinuierlich vergrößern, seit rund dreißig Jahren haben wir Indizien, dass diese Ausdehnung sogar immer schneller wird. Wenn sich das Universum ausdehnt, müssen die Abstände früher kleiner, viel kleiner sogar gewesen sein. Die heute gängige Vorstellung ist, dass vor knapp 14 Milliarden Jahren diese Ausdehnung aus einem extrem kompakten, dichten Zustand begann, dem sog. Urknall. Eine offene Frage ist aber immer noch, was „vorher“ war. Im Vortrag wird unser heutiger Wissensstand über die Entwicklung des Universums in allgemein verständlicher Weise präsentiert, bis eben hin zur Frage nach dem „Vorher“.
Freitag, 18.12.2026, 19:30
Außerirdische Zivilisationen und die Zukunft der Menschheit
Rüdiger Vaas Wissenschaftsjournalist und Sachbuchautor
Der Wissenschaftsjournalist und Sachbuchautor Rüdiger Vaas spricht über „Außerirdische Zivilisationen und die Zukunft der Menschheit“: Die Suche nach fremden Intelligenzen geht jetzt in eine neue Phase. Doch wenn sie keine Seltenheit sind, müssten wir ihre Technosignaturen eigentlich schon entdeckt haben, wie aktuelle astronomische Erkenntnisse nahelegen.
Oder werden wir absichtlich gemieden? Sind wir zu unreif oder schlicht blind für die Signale? Und was wären die Folgen eines Kontakts?
– Der Referent ist Autor des Buchs „Der intelligente Kosmos“ (Hirzel, 2026).